07.08.2016

#RPGaDAY 2016: Welcher Aspekt von Rollenspielen hatte den größten Einfluss auf dich?

Hinweis: dies ist ein Beitrag im Rahmen der Aktion #RPGaDAY 2016 von BrigadeCon.

Welcher Aspekt von Rollenspielen hatte den größten Einfluss auf dich?


Da kann ich zwei Dinge nennen: 1,) das gemeinsame Spielen und die notwendige Balance und Dynamik zwischen mir und den anderen Spielern, zum anderen 2.) das Moderieren und freie Gestalten als SL vor einem Publikum.

1.) Bevor ich ins Hobby der RPGs kam, habe ich nicht einmal viele Brett- oder Gesellschaftsspiele gespielt. Ich denke ich bin von Natur aus eine soziale Person, aber die kommunikativen Mechanismen, die sich automatisch ergeben wenn man gemeinsam als Gruppe auf eine Sache hinspielt, waren neu und aufregend für mich. Das Teilen meines privaten Vorstellungsraums mit dem Rest des Tisches war wie das Öffnen einer Tür und hat mein Denken nachhaltig geprägt. Zusammen mit anderen eine Balance zu finden was den Fokus auf einzelnen Charakteren oder einen Kompromiss zwischen verschiedenen Absichten und Ansichten angeht, und das alles in einem zwanglosen Rahmen, das finde ich einfach toll.

2.) Als ich das erste Mal SL war, hatte ich riesigen Bammel. Geht wohl vielen so. Der Eigenanspruch an mich und die Angst, nicht unterhaltsam genug zu sein, waren immens hoch. Das Erfinden von Fakten aus dem Stehgreif heraus war zwar nicht unmöglich, ich fühlte mich dabei aber stümperhaft und irgendwie verletzlich. Aus heutiger Sicht für mich selbst kaum noch nachvollziehbar, aber ich erinnere mich trotzdem gut daran. Mittlerweile bin ich durch etliche Jahre Praxis sehr erfahren und vor allem entspannter geworden. Viele Plots entstehen aus einer kurzen Notiz am Spieltisch selbst, ohne dass ich da irgendwas vorbereiten muss, manche Sitzungen leite ich komplett ad-hoc. Das Reden vor fremden Leuten fiel mir nie schwer, aber eine gefühlt schöne Spielrunde zu leiten ist eine Fähigkeit auf deren Aneignung ich recht stolz bin. Potential zur Verbesserung ist natürlich immer da, aber man muss sich auch mal selbst für das loben, was man kann ;)


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